Kreativ, gefällt mir: Laserkraft 3D » Nein Mann (via Patrik)
Kleiner Tipp für Leute, die morgens lieber weiterschlafen, wenn der Wecker klingelt:
Die zweitbeste Methode für Frühaufwachen ist immer noch: Früh einschlafen. Die allerbeste Methode ist: Sich ganz doll auf was freuen an dem Tag. Zong, biste wach.
liebe Pia, die erkenntnis in den letzten beiden sätzen ist bei mir gerade eingeschlagen wie eine bombe. wußte ich zwar schon mal ganz diffus, ist mir aber gerade so richtig aufgegangen: macht euch die welt schön! es gibt jeden tag etwas, worauf man sich freuen kann!
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Nachtrag am 1. Juli 2010 um 16:34 Uhr: Na gut, dann werde ich ein paar nennen:
Diese Rarität habe ich von Patrik an seinem Geburtstag geschenkt bekommen. Ich war ob dieser Aufmerksamkeit ziemlich von den Socken. Vielen Dank dafür; ich habe überhaupt nicht damit gerechnet.
Wie kam es dazu? Ich konnte Patrik durch mein Schreiben über Parov Stelar für dessen Musik begeistern. Vor dem Projekt Parov Stelar veröffentlichte Marcus Füreder aber schon 2001 ein Album unter dem Namen Plasma, welches ich nun in den Händen halte.
Mein Urteil darüber fällt jedoch nicht positiv aus. Dieses Ding hat mit Parov Stelar herzlich wenig gemein und darf nicht mit Füreders späteren Arbeiten verglichen werden. Man bekommt hier relativ minimalistische elektronische Kost geboten, die zwar langweiliger sein könnte, aber insgesamt nicht viel hergibt. Das ist wohl das Problem dieser Art von Musik: Sie ist nicht zeitlos. Shadow Kingdom war vor neun Jahren wahrscheinlich interessanter anzuhören.
Das ändert nichts an meiner Freude, diese Scheibe geschenkt bekommen zu haben. Aber wenn du durch Parov Stelar auf Plasma gestoßen bist, lass weitere Bemühungen lieber bleiben und schieb stattdessen nochmal Coco rein!
Mein kleiner Ausflug hat sich ganz offensichtlich gelohnt. Neben Alex Gopher und BT habe ich neulich auch bei Fat Freddy’s Drop zugegriffen, von denen ich gar nicht gewusst hatte, dass sie ein neues Album haben. Based On A True Story hat mich damals begeistert und mich in einer interessanten Zeit begleitet, an die ich mich sehr gern erinnere (Gruß an Benny & Co.!); als ich 2005 in einer wirklich ungemütlich kalten Dezembernacht fotografierend durch Kiel gelaufen bin, war es die Musik von Fat Freddy’s Drop, die in meinem Kopf gespielt hat (einige der Fotos kann man sich übrigens bei Flickr anschauen).
Deshalb kann das neue Album für mich nicht besser als das alte sein. Aber gut ist es. Die Jungs sind auch weiterhin ganz schön lässig. Und statt einer Überdosis Melancholie gibt’s jetzt (ein kleines bisschen) mehr Bums! Das hört sich gut an. Und hat noch gute Chancen, mir bei Gelegenheit den einen oder anderen Ohrwurm zu bescheren… Ja, ich mag die Jungs. Hör mal rein.
So, aufgepasst! Hier kommt jemand, der Parov Stelar auf der Rangliste meiner Lieblingsmusiker starke Konkurrenz macht: Brian Transeau. BT ist jemand, der sein Handwerk versteht, und sein Handwerk ist professionelle Musikproduktion. Dass er dazu auch noch so etwas wie ein Genie ist, hat er spätestens mit seinem im Jahr 2006 erschienenen Album This Binary Universe bewiesen, das ich ganz einfach nur als Meisterwerk bezeichnen kann.
Sein neuster Streich knüpft jedoch eher an Emotional Technology an, welches mein erstes BT-Album war; die technischen Spielereien habe ich damals sofort lieben gelernt.
Was erwartet dich nun bei These Hopeful Machines? Zwei Scheiben à sechs (lange) Stücke, zusammen etwa 110 Minuten. Gesanglich wird BT hier u.a. von Kirsty Hawkshaw, Jes Brieden, Christian Burns und – wie süß! – seiner Tochter Kaia unterstützt. Was die Produktion angeht, kollaborierte er u.a. mit Boom Jinx, Andrew Bayer, Sultan & Ned Shepard und – warum auch immer – Airwave. Herausgekommen ist ein gelungenes Album, aber kein Überflieger. Wahrscheinlich muss man dem Ganzen Zeit lassen; einmal hören reicht nicht. Ich persönlich vermisse Kracher wie Knowledge of Self etwas, aber Guru ist ja leider schon von uns gegangen.
Und dann ist da noch eine Sache, die ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachte. Das beiliegende Heftchen ziert eine wirklich tolle Illustration (einen Teil davon siehst du in der Abbildung), führt aber einen ärgerlichen Umstand mit sich: Die Liedtexte sind nicht abgedruckt.
Ja, es hat Vorteile, einfach mal so im Musikangebot zu stöbern, ohne zu wissen, was mein eigentlich sucht. Dann kann es schon mal passieren, dass man auf Alex Gopher stößt. Welch ein Glücksfall!
Was soll ich viel um den heißen Brei herumreden? Auf den zwei Scheiben befinden sich jeweils 10 Stücke und davon ist keines misslungen. Ich hatte hohe Erwartungen und die wurden nicht enttäuscht; die Musik macht einfach Spaß. Wenn du auf Benny Benassi, Dada Life und/oder AutoKratz stehst, solltest du dir diese Veröffentlichung einmal näher anhören. Besonders interessant fand ich das letzte Stück Ça Vient De La Rue; ein schöner Abschluss.
Empfehlung für cb anzeigen.
In der Nähe von Bordesholm bei Kiel gibt es eine Örtlichkeit, wo geneigten Kunden allerlei Trödel verkauft wird. Schrott und Schätze liegen dabei dicht beieinander. Mir gefällt das Stöbern dort und bei meinem letzten Besuch bin ich auf ein mir bis zu diesem Zeitpunkt unbekanntes Brettspiel aus dem Jahr 1987 gestoßen: Stratego. Oh ja.
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