Der fachunkundige Anwender (ich nehme an, dies ist der Normalfall im Internet) betreibt in der Regel keinen großen Aufwand, um vertrauliche Dinge geheim zu halten, sei es aus Unwissenheit, Gleichgültigkeit oder Faulheit. Er wählt für viele Dienste das gleiche Passwort, speichert seine Passwörter in einer Textdatei auf der (natürlich unverschlüsselten) Festplatte oder — noch einfacher — direkt im Browser oder tut ähnliche Dinge.
Um auf Grund einer simplen Bedienung mehr Nutzern das Aufbewahren von vertraulichen Informationen zu ermöglichen (und wirksam Werbung für sich selbst machen zu können), hat bureau23 das Programm safey entwickelt und stellt es nun kostenfrei zur Verfügung. Es fungiert als eine Art Notizblock: Man kann Kategorien anlegen ("Passwörter", "Bankdaten", "Tagebuch", etc.) und diese mit Einträgen füllen. Die Eingaben werden nach dem Blowfishalgorithmus verschlüsselt und direkt im Programm gespeichert, so dass man tatsächlich nur eine einzige Datei verwalten muss. Zusätzlich lassen sich kleine Dokumente direkt in safey verschlüsselt speichern. Zugang zu seinen Daten bekommt man anschließend natürlich erst nach Eingabe seiner zu Beginn definierten Passphrase.
Es soll Menschen geben, welche die Nutzung eines Programms wegen einer hässlichen Benutzeroberfläche verweigern. Daher haben die Entwickler Wert auf die Oberfläche gelegt und ein Schmankerl integriert: safey beinhaltet die Grafik einer Pflanze, die sich bei jedem Öffnen des Programms weiterentwickelt und von anderen Instanzen unterscheidet.
[via c't, Heft 25/2008, Seite 66]
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