Auf welch vielfältige Weise man sterben kann, habe ich ja bereits gelernt. Nun wollte ich wissen, wie man überleben kann. Das Buch von den Herren Rhein und Angermann war für mich daher eine willkommene und durchaus interessante Lektüre. Es beschreibt, wie man sich in der Wildnis abseits der Zivilisation am Leben halten kann, sollte man sich freiwillig oder unfreiwillig (etwa durch Absturz, Motorschaden, etc.) dorthin begeben haben.
Ich hatte schon die Befürchtung, dass hier nur an der Oberfläche gekratzt wird, aber es wird tatsächlich ein guter Überblick gegeben. Unter anderem behandelte Themen: Orientierung; Wetterkunde; Beschaffung von Nahrungsmitteln; Gefahren durch Pflanzen und Tiere oder Gefahren in besonderen Klimazonen. Es wird jedoch nicht – wie der Titel suggeriert – jeder Fall behandelt. Beispielsweise wäre doch sicherlich eine Verhaltensempfehlung interessant gewesen, sollte man entführt oder von Kannibalen gefangen genommen werden. Außerdem lässt allgemein die Ausführlichkeit zu wünschen übrig. Die Autoren schreiben jedoch selbst, dass dieses Buch nur als Einstieg gedacht sein kann und es geradezu fahrlässig sei, sich im Falle eines Ausflugs nur darauf zu stützen.
Trotz aller Gefahrenhinweise macht das Buch aber auch Lust, den Schutz der Zivilisation einmal hinter sich zu lassen. Ich geh dann mal spazieren.
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