Diese Rarität habe ich von Patrik an seinem Geburtstag geschenkt bekommen. Ich war ob dieser Aufmerksamkeit ziemlich von den Socken. Vielen Dank dafür; ich habe überhaupt nicht damit gerechnet.
Wie kam es dazu? Ich konnte Patrik durch mein Schreiben über Parov Stelar für dessen Musik begeistern. Vor dem Projekt Parov Stelar veröffentlichte Marcus Füreder aber schon 2001 ein Album unter dem Namen Plasma, welches ich nun in den Händen halte.
Mein Urteil darüber fällt jedoch nicht positiv aus. Dieses Ding hat mit Parov Stelar herzlich wenig gemein und darf nicht mit Füreders späteren Arbeiten verglichen werden. Man bekommt hier relativ minimalistische elektronische Kost geboten, die zwar langweiliger sein könnte, aber insgesamt nicht viel hergibt. Das ist wohl das Problem dieser Art von Musik: Sie ist nicht zeitlos. Shadow Kingdom war vor neun Jahren wahrscheinlich interessanter anzuhören.
Das ändert nichts an meiner Freude, diese Scheibe geschenkt bekommen zu haben. Aber wenn du durch Parov Stelar auf Plasma gestoßen bist, lass weitere Bemühungen lieber bleiben und schieb stattdessen nochmal Coco rein!
Mein kleiner Ausflug hat sich ganz offensichtlich gelohnt. Neben Alex Gopher und BT habe ich neulich auch bei Fat Freddy’s Drop zugegriffen, von denen ich gar nicht gewusst hatte, dass sie ein neues Album haben. Based On A True Story hat mich damals begeistert und mich in einer interessanten Zeit begleitet, an die ich mich sehr gern erinnere (Gruß an Benny & Co.!); als ich 2005 in einer wirklich ungemütlich kalten Dezembernacht fotografierend durch Kiel gelaufen bin, war es die Musik von Fat Freddy’s Drop, die in meinem Kopf gespielt hat (einige der Fotos kann man sich übrigens bei Flickr anschauen).
Deshalb kann das neue Album für mich nicht besser als das alte sein. Aber gut ist es. Die Jungs sind auch weiterhin ganz schön lässig. Und statt einer Überdosis Melancholie gibt’s jetzt (ein kleines bisschen) mehr Bums! Das hört sich gut an. Und hat noch gute Chancen, mir bei Gelegenheit den einen oder anderen Ohrwurm zu bescheren… Ja, ich mag die Jungs. Hör mal rein.
So, aufgepasst! Hier kommt jemand, der Parov Stelar auf der Rangliste meiner Lieblingsmusiker starke Konkurrenz macht: Brian Transeau. BT ist jemand, der sein Handwerk versteht, und sein Handwerk ist professionelle Musikproduktion. Dass er dazu auch noch so etwas wie ein Genie ist, hat er spätestens mit seinem im Jahr 2006 erschienenen Album This Binary Universe bewiesen, das ich ganz einfach nur als Meisterwerk bezeichnen kann.
Sein neuster Streich knüpft jedoch eher an Emotional Technology an, welches mein erstes BT-Album war; die technischen Spielereien habe ich damals sofort lieben gelernt.
Was erwartet dich nun bei These Hopeful Machines? Zwei Scheiben à sechs (lange) Stücke, zusammen etwa 110 Minuten. Gesanglich wird BT hier u.a. von Kirsty Hawkshaw, Jes Brieden, Christian Burns und – wie süß! – seiner Tochter Kaia unterstützt. Was die Produktion angeht, kollaborierte er u.a. mit Boom Jinx, Andrew Bayer, Sultan & Ned Shepard und – warum auch immer – Airwave. Herausgekommen ist ein gelungenes Album, aber kein Überflieger. Wahrscheinlich muss man dem Ganzen Zeit lassen; einmal hören reicht nicht. Ich persönlich vermisse Kracher wie Knowledge of Self etwas, aber Guru ist ja leider schon von uns gegangen.
Und dann ist da noch eine Sache, die ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachte. Das beiliegende Heftchen ziert eine wirklich tolle Illustration (einen Teil davon siehst du in der Abbildung), führt aber einen ärgerlichen Umstand mit sich: Die Liedtexte sind nicht abgedruckt.
Oh, zum Glück! Ich habe schon fast nicht mehr damit gerechnet, aber nach sieben Wochen hat mein Händler doch noch ein Exemplar der mehr oder weniger privat produzierten Auflage bekommen. Aber was ist NeoTokyo überhaupt und wie bin ich darauf gestoßen?
NeoTokyo ist eine Modifikation für das Spiel Half-Life 2. Bei Superlevel habe ich davon erfahren und mich relativ schnell für die Musik interessiert, die exklusiv von Ed Harrison für das dann irgendwie doch wenig bekannte Spiel produziert wurde. Beides – Spiel und Musik – sehr hochwertig und auf jeden Fall einen Blick wert! Auch visuell ansprechend.
Zur Musik: Ich kenne kaum ein Album, das so dermaßen atmosphärisch dicht ist wie NeoTokyo. Ihren Beitrag dazu tragen auch die insgesamt sechs Gäste bei, wobei es mir die Violine und Viola spielenden Musiker besonders angetan haben. Die Stimmung ist außergewöhnlich. Wahrhaftig eine weitere Perle in meiner Sammlung. Und so ziemlich jeder, der einen Kommentar zu dem Album abgibt, ist begeistert.
Interessierte haben verschiedene Möglichkeiten: Zunächst kann man in sechs Stücke kostenlos reinhören. Wem 13 Stücke reichen, findet diese nach Installation der Modifikation in einem der Unterordner. Das ganze Album kann bei CD Baby als digitale Version für knapp 10 Dollar gekauft werden. An gepresste Exemplare zu kommen kann aber schwierig und/oder teuer werden. So oder so: Wer auf solche Musik steht, wird kaum enttäuscht sein.
Ah, wie ich sehe, hat jemand namens Flatcher alle 27 Stücke bei YouTube hochgeladen. Muss nun also jeder selbst mit seinem Gewissen ausmachen, was er oder sie damit anstellt.
Vor zwei Wochen ist das sechste Album von Schiller erschienen und die Verkaufszahlen sprechen wohl für den Erfolg. Es gab noch eine Edition mit signierter Leinwand und noch mehr Musik, aber die Leinwand brauche ich nicht und den doppelten Preis für eine weitere Scheibe wollte ich nicht bezahlen. Also ist es der Schuber geworden: Zwei CDs, eine DVD und ein 30-seitiges Buch. Die zweite CD sollte man haben, abgespeckten Editionen fehlt meiner Meinung nach eine Menge. Auf die DVD hätte ich aber verzichten können, wenn ich dafür die dritte Musik-CD bekommen hätte; die sollte man überhaupt noch einmal separat anbieten, finde ich.
Von dem, was man so liest, bekommt man den Eindruck, alle wären endlos begeistert. Scheibe Nummer Eins finde ich aber etwas schwach, obwohl (!) Nadia Ali und Odette Di Maio erstmals auch dabei sind – von ihnen habe ich mir irgendwie etwas Anderes erhofft. Keine Frage, das gesamte Werk ist professionell produziert, aber als Schillers bisher bestes Album würde ich es nicht bezeichnen. Als sein schlechtestes sicherlich auch nicht, und so kann man sich das als treuer Hörer natürlich ohne weitere Bedenken zulegen, was man wahrscheinlich ohnehin schon getan hat.
Reinhören: Unruhig Herz, Soho, Sunrise, Un Solo Minuto (hier ist Odette Di Maio natürlich super), Salton Sea, Under My Skin, Himmelblau.
Ich fände es nicht verkehrt, wenn Christopher von Deylen nach seinen in den folgenden Monaten folgenden Auftritten eine Schiller-Pause einlegt und stattdessen eventuell (wieder) mal andere Dinge ausprobiert. Was er 2004 mit Harald Blüchel getrieben hat, fand ich zum Beispiel toll. Uhh, das klang jetzt irgendwie komisch.
Bam! Was für ein Knaller! Das ist wahrscheinlich sein bestes Album. Ich bin gerade ziemlich begeistert und kann kaum die richtigen Worte finden… 100 Minuten Parov Stelar, eine besser als die andere…
Die erste Scheibe fängt so an, wie man es von dem Österreicher gewohnt ist – perfekt. Ziemlich bald wird einem aber klar, dass diesmal einiges anders ist, und man hört synthetische Klänge, Sprechgesang und andere unerwartete Dinge, die hervorragend harmonieren. Auf jeden Fall ist hier die Dynamik größer als auf seinen bisherigen Alben. Auf der zweiten Scheibe wird trotzdem noch ein Zahn zugelegt. Die Bässe wummern und der Fuß wippt mit!
Der Versuch, diese Musik zu kategorisieren, kann nur schiefgehen. Also muss ich Hörbeispiele liefern – aber wie? Jedes Stück ist gelungen. Hmm, wie wär’s zum Einstieg mit dem Titelstück?
Der Melancholiker in mir ist ganz hingerissen von Alphawezen, aber auf Anhieb gefällt das Album mir nicht so sehr wie der Vorgänger En Passant, so dass ich eine volle Punktzahl hier nicht geben kann (das scheinen die Leute bei Discogs ähnlich zu sehen). Auch die Gestaltung hat nicht ganz meinen Geschmack getroffen.
Alphawezen haben selbst gesagt, dass zu einem perfekten Album eine stimmige Dramaturgie gehört – die kann ich bei Comme vous voulez nicht erkennen; teilweise hört man relativ experimentelle Klänge. Generell finde ich außerdem, dass Lieder ohne die Sängerin Asu Yalcindag oft viel von dem Charme einbüßen, der Alphawezen meiner Meinung nach ausmacht; nächstes Mal Asu also bitte öfter singen lassen. Neu dabei ist diesmal Verena Johann, die nicht schlecht ist, aber Asu nie ersetzen könnte.
Reinhören in Gun Song, Days und das Instrumentalstück RootsTrackers.
Bei der Deep-Dive-Corp. weiß man, was einen erwartet. Gewohnt lässige Tauchfahrt. Weitermachen. Nur Paradisi ist ein wenig merkwürdig, wenn ich das mal so schreiben darf.
Wer’s detaillierter wissen möchte, sollte beim PR Officer weiterlesen.
Einige Stellen brachten mich zum Lachen.
Ansonsten kein Kommentar.
Tiësto hat 2004 beim Einzug der Athleten ins olympische Stadion in Athen für die Musik gesorgt und war damit der Erste, der dies vor so einem großen Publikum getan hat. Es lässt sich darüber streiten, ob er die beste Wahl gewesen ist, aber er war zu der Zeit natürlich angesagt. Und diese Art der elektronischen Musik soll anscheinend gut angekommen sein. Auf dem Album sind einige Stücke, die ich schon länger haben wollte (darunter Adagio For Strings); daher ist es nun in meiner Sammlung gelandet. Insgesamt in Ordnung, aber nicht der Oberknaller.
Obwohl die Klangproben bei YouTube immer sehr bescheiden sind (bezüglich der Qualität) – zum Abschluss nochmal reinhören in Heroes. Ach, und YouTube zeigt außerdem einige Aufnahmen des Einzugs. Haha, so richtig passt die Musik aber nicht, oder?