So, aufgepasst! Hier kommt jemand, der Parov Stelar auf der Rangliste meiner Lieblingsmusiker starke Konkurrenz macht: Brian Transeau. BT ist jemand, der sein Handwerk versteht, und sein Handwerk ist professionelle Musikproduktion. Dass er dazu auch noch so etwas wie ein Genie ist, hat er spätestens mit seinem im Jahr 2006 erschienenen Album This Binary Universe bewiesen, das ich ganz einfach nur als Meisterwerk bezeichnen kann.
Sein neuster Streich knüpft jedoch eher an Emotional Technology an, welches mein erstes BT-Album war; die technischen Spielereien habe ich damals sofort lieben gelernt.
Was erwartet dich nun bei These Hopeful Machines? Zwei Scheiben à sechs (lange) Stücke, zusammen etwa 110 Minuten. Gesanglich wird BT hier u.a. von Kirsty Hawkshaw, Jes Brieden, Christian Burns und – wie süß! – seiner Tochter Kaia unterstützt. Was die Produktion angeht, kollaborierte er u.a. mit Boom Jinx, Andrew Bayer, Sultan & Ned Shepard und – warum auch immer – Airwave. Herausgekommen ist ein gelungenes Album, aber kein Überflieger. Wahrscheinlich muss man dem Ganzen Zeit lassen; einmal hören reicht nicht. Ich persönlich vermisse Kracher wie Knowledge of Self etwas, aber Guru ist ja leider schon von uns gegangen.
Und dann ist da noch eine Sache, die ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachte. Das beiliegende Heftchen ziert eine wirklich tolle Illustration (einen Teil davon siehst du in der Abbildung), führt aber einen ärgerlichen Umstand mit sich: Die Liedtexte sind nicht abgedruckt.