Das vierte Studioalbum von David Guetta ist erschienen. Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden: Es ist solide produziert und entspricht etwa den Erwartungen, auch wenn ich, ehrlich gesagt, gehofft habe, dass darauf mehr Stücke im Stile von "Tomorrow Can Wait" und "You’re Not Alone" zu finden sein werden. Ob ich "One Love" besser finden soll als den Vorgänger "Pop Life", kann ich noch nicht sagen – ein gutes Album ist es aber ohne Frage. Beeindruckend ist die Vielzahl der Gäste: Chris Willis, Kelly Rowland, Akon, Kid Cudi, Novel, Ne-Yo, Will.I.Am und Apl De Ap, Estelle, Wynter Gordon, Makeba und – auf der zweiten Scheibe – Samantha Jade und Julie McKnight. Interessant ist, dass Chris Willis zunehmend von anderen Sängern verdrängt wird, allen voran Kelly Rowland.
Ohne mir das neue Album genau anzuschauen, habe ich vor einigen Wochen die limitierte Edition vorbestellt. Nun ist mir heute aufgefallen, dass die zweite Scheibe nicht viel Neues bringt: 13 der 14 Stücke der ersten Scheibe finden sich hier – zugegeben, teilweise in anderen Versionen – zusammen mit drei Bonusstücken als Mischung wieder. Wenn man bedenkt, dass die Bonusstücke mehr hätten hergeben können, darf man sagen, dass Sparfüchse beruhigt auf die normale Edition zurückgreifen dürfen, ohne besonders viel zu verpassen.
Wer sich für das Album interessiert, findet eventuell im Kanal von Guetta interessante Videos. Bleibt mir nur noch zu sagen, dass er am Mittwoch "One Day Online" ist, um unter anderem Fragen seiner Hörer zu beantworten und abends in Paris Musik zu spielen, die in Echtzeit im Internet übertragen wird.