Ich will mich über Aubeles drittes Album nicht beschweren, aber es kann meiner Meinung nach nicht mit seinen bisherigen Veröffentlichungen mithalten. Allerdings ist das auch ausgesprochen schwierig, denn sein erstes Album "Gran Hotel Buenos Aires" ist ja bereits ein Meisterwerk gewesen. Merkwürdigerweise gefällt mir auf der aktuellen Scheibe das Instrumentalstück "Amatoria" am besten, obwohl seine Stimme bisher stets hervorragend gepasst hat. Aubele sagt, dass er sich diesmal besonders auf Stimme und Gitarre konzentriert hat. Vielleicht ist es das, was mich ein wenig stört. Eventuell fehlt mir aber auch die Thievery Corporation, die bisher die Produktion übernommen und damit veredelt hat; bei "Amatoria" ist dafür allein Aubele verantwortlich gewesen. Wie auch immer – Federico Aubele bleibt ein ausgezeichneter Musiker. Glücklicherweise lässt sich das Album bei Last.fm in voller Länge anhören – so kannst du dir deine eigene Meinung bilden.
Natalia Clavier? Sagt mir nichts. Ach, produziert von Eric Hilton? Und schon gesungen für Federico Aubele (der auch Produzent für Nectar war, was ich beim Kauf aber noch nicht wusste)? Okay, nehm ich mit. Als ich dann zuhause die CD eingelegt hatte und der Titel El Árbol zu spielen begann, fragte ich mich, wie ich diese Musik in Worte fassen soll. Der Ausruf "Wie fett ist das denn?" schien mir eine wenig adäquate Beschreibung für dieses Album zu sein. Was habe ich erwartet? Den lässigen, melancholischen Geist, der auch auf den Alben von Aubele zu finden ist. Und meine Erwartung hat sich erfüllt; Nectar ist toll. Um ehrlich zu sein: Menschen wie Federico Aubele oder Natalia Clavier nähren in mir den Wunsch, endlich einmal Spanisch zu lernen. Dann könnte ich ihre wohlklingenden Worte verstehen.