Das Lexikon des frühen 21. Jahrhunderts bietet eine Übersicht über etwa 600 Begriffe, die in der jungen Geschichte eine Rolle gespielt haben, und wirkt durchaus allgemeinbildend; einige Dinge kannte man schon, andere nicht. Zu den Stichwörtern gehören etwa Arschgeweih, Beck’s Gold, CCTV, Dilara, Ego-Shooter, Falludscha, Gerichtsshows, Homezone, iPod, Jackass, Luder, Maximenü, Napster, offene Gesellschaft, Planet X, Reitermiliz, Sanifair, Tobin-Steuer, UMTS, Vollerotik, Weltregie oder Xbox 360 – dies sollte eine Ahnung von der thematischen Vielfalt vermitteln.
Gelungen finde ich die im Stile von Bleistiftzeichnungen gehaltenen Bilder. Die letzte Auflage ist vom November 2006; eventuell sollte man daher eine Neuauflage oder einen zweiten Teil in Betracht ziehen.
Ich lese sehr gerne und habe dennoch die Kategorie Literatur bisher nicht angelegt. Das ändert sich hiermit, auch wenn ich nicht so schnell und so viel lese wie beispielsweise Frau Gröner. Interessant, dass ich gerade mit so einem Buch beginne. Haha!
Margaret Truman, Tochter des ehemaligen US-Präsidenten, schrieb 1986 einen Krimi über Mordfälle in Washington D.C., die ihre Ursache in den Verstrickungen von Wirtschaft, Politik, Medien, Geheimdiensten und Polizei haben. Dabei geht man über Leichen, weil man die Bürger der Vereinigten Staaten vor der Sowjetunion schützen (und sich gleichzeitig finanziell bereichern) möchte. Damit ist das Wesentliche bereits erzählt.
Der Spannungsbogen ist relativ lahm und das Thema nur noch bedingt aktuell. Lies also lieber ein anderes Buch, denn dieses birgt nur eingeschränkte literarische Befriedigung. Ich muss dazu sagen, dass ich eher selten Krimis lese; vielleicht sind sie ja alle so… zweitklassig.