Der fachunkundige Anwender (ich nehme an, dies ist der Normalfall im Internet) betreibt in der Regel keinen großen Aufwand, um vertrauliche Dinge geheim zu halten, sei es aus Unwissenheit, Gleichgültigkeit oder Faulheit. Er wählt für viele Dienste das gleiche Passwort, speichert seine Passwörter in einer Textdatei auf der (natürlich unverschlüsselten) Festplatte oder — noch einfacher — direkt im Browser oder tut ähnliche Dinge.
Um auf Grund einer simplen Bedienung mehr Nutzern das Aufbewahren von vertraulichen Informationen zu ermöglichen (und wirksam Werbung für sich selbst machen zu können), hat bureau23 das Programm safey entwickelt und stellt es nun kostenfrei zur Verfügung. Es fungiert als eine Art Notizblock: Man kann Kategorien anlegen ("Passwörter", "Bankdaten", "Tagebuch", etc.) und diese mit Einträgen füllen. Die Eingaben werden nach dem Blowfishalgorithmus verschlüsselt und direkt im Programm gespeichert, so dass man tatsächlich nur eine einzige Datei verwalten muss. Zusätzlich lassen sich kleine Dokumente direkt in safey verschlüsselt speichern. Zugang zu seinen Daten bekommt man anschließend natürlich erst nach Eingabe seiner zu Beginn definierten Passphrase.
Es soll Menschen geben, welche die Nutzung eines Programms wegen einer hässlichen Benutzeroberfläche verweigern. Daher haben die Entwickler Wert auf die Oberfläche gelegt und ein Schmankerl integriert: safey beinhaltet die Grafik einer Pflanze, die sich bei jedem Öffnen des Programms weiterentwickelt und von anderen Instanzen unterscheidet.
[via c't, Heft 25/2008, Seite 66]

Net Tools von Mohammad Ahmadi Bidakhvidi vereint eine ganze Reihe nützlicher Programme. Es gehört aber zur Gruppe der Computersicherheitswerkzeuge und ist damit als solches möglicherweise verboten. Die Hochschule Fulda verwendet es dennoch (und mit Sicherheit auch einige andere Institutionen) für Zwecke der Lehre und die Nutzung innerhalb des eigenen Systems muss dem gesunden Menschenverstand nach erlaubt sein, um Bedrohungen eigenständig erkennen zu können. Ganz sicher ist jedoch der Gebrauch über die Grenzen des eigenen Netzwerks hinaus illegal.
Der McAfee SiteAdvisor zeigt für die Internetseite des Anbieters ein rotes Signal; dieses bezieht sich jedoch nur auf das Programm "Mail Bomber" und sollte damit unbedenklich sein. Dennoch kann es natürlich sein, dass der Autor maliziöse Funktionen in Net Tools eingebaut hat, und somit empfiehlt sich eine abgeschottete Installation, etwa auf einem virtuellen Computer. Und tatsächlich meldet Avira Antivir Personal einen sogenannten Dropper mit dem Namen "Downloader Agent 166972", der von mir in den Quarantänebereich verschoben wurde.
Die Funktionsvielfalt, die man nach dem Start entdeckt, ist beeindruckend. Einige der Programme ließen sich nicht starten, was mit dem angesprochenen Verschieben in den Quarantänebereich zu tun haben könnte; vielleicht fehlte auf dem virtuellen Computer auch nur das .NET Framework. Welches dieser Gründe zutrifft, konnte ich auf die Schnelle nicht feststellen.